Gegen die öffentlich präsenten Signale der Ansätze, der Entwicklung und der Auswirkungen des Nationalsozialismus im heutigen Pöllau - die für Österreich ebenso exemplarischen Charakter haben wie die Positionen der Gemeindevertreter - wollen wir sichtbar ein künstlerisch-soziales Signal setzen und die Frage auf die Ebene der Kunst und des überregionalen Denkens stellen. Ein größeres geplantes Projekt von Künstleraufenthalten in Pöllau können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht durchführen, da der Gemeinderat in Pöllau uns dezidiert erklärte, für unser gesamtes Projekt, insbesondere für die Aufstellung des Kunstwerks "Liberation Marker 45", müssten wir zuerst den Kameradschaftsbund "um Erlaubnis fragen". Selbstredend akzeptieren wir eine derartige Autorität keineswegs.

Wir dokumentieren die Debatten mit den Gemeindevertretern und jene in der Öffentlichkeit, wir dokumentieren Aktionen und Reaktionen in Wort und Bild. Damit und mit der Berichterstattung in den Medien sowie mit zusätzlichen Aspekten hat sich das Kunstprojekt verstärkt zu einem gesellschaftlichen Projekt entwickelt. Das LIBERATION IN PROGRESS Projekt betreiben wir mehrschichtig weiter, u.a. mit der Liberary of Friendship und mit Ausstellungen, die in Graz, Wien, in den USA und in Osteuropa geplant sind.

Mittlerweile bilden mehr als 100 renommierte Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen - Literatur, Bildende Kunst, Jazz, Kabarett, Wissenschaft, Wirtschaft, Fußball - ein Personenkomitee, das das Liberation Art Project unterstützt.

Wir bitten um weitere Unterstützung: ideell, medial, ... - und laden ein, uns durch die Anwesenheit bei zukünftigen Aktionen zu helfen.

Univ. Prof. Dr. Klaus Zeyringer
This project deals with the development and effects of National Socialism in present day Pöllau, Austria. The opposition of the town representatives on the matter is characteristic for all of Austria.
We want to set a visible artistic/ social signal and deal with the present situation on an artistic and international level. So far, we have been unable to create a more permanent artist exchange because the town representatives have blocked the installation of the “Liberation Marker 45”- until the local veterans association agrees to its placement. Of course, we do not accept this position.

We have documented the debates with the town representatives and other public participants, documented these actions and reactions with words and pictures and hope that our activities will be reported in the media, therefore enabling this social project to progress.
The LIBERATION IN PROGRESS project has been expanded through the LIBRARY OF FRIENDSHIP and with exhibitions in Graz, Vienna, in the USA, and in Eastern Europe.

Since its conception, more than 100 persons from various cultural areas such as literates, artists, musicians, actors, scientists, economists, even soccer players have added their support to this Liberation project.

We are asking for further support: ideals, media…- and invite you to actively participate in future actions.

University Professor Dr. Klaus Zeyringer